Gedächtnis Vergangenheit Raum


Es war.
Es ist.
Es wird
sein.

Nichts wird in Wirklichkeit vergessen.

Und eben erwähntes Nichts ist alles.

Vergangenheit Raum Gedächtnis

Warum vergessen?

Vergessen ist etwas Seltsames. Wer es nicht glaubt, der versuche sich an die Gedanken des gestrigen Tages genau um diese Uhrzeit des heutigen zu erinnern. Klappt selten bis nie. Darüber lohnen doch ein paar aktuelle Gedanken, warum dem so ist.

Zuerst einmal haben wir nicht den einen Erinnerungsspeicher, sondern besteht unser Gedächtnis aus mehreren Teilen, welche durch ein feines Netz verbunden werden. Also, da ist das Langzeitgedächtnis, in welchem wir das Wichtigste speichern, unseren eigenen Namen, unsere Telefonnummer und so weiter.

Richtig, jetzt stellt sich die Frage, wie denn nun diese langzeitlichen Informationen dahin kamen, dass sie wie auf einer Festplatte für immer da sind. Die Antwort leuchtet ein, der erste Kontakt geschieht über das Kurzzeitgedächtnis, sozusagen dem Zwischenspeicher. Allerdings erklärt uns die moderne Medizin dazu, dass in unserem Kurzzeitgedächtnis Eindrücke nur für ein bis maximal zwei Stunden festgehalten werden. Letzteres deutet schließlich an, wie unser Lernen funktioniert – also durch Wiederholungen, welche sich länger als eben zwei Stunden hinziehen. Daneben gibt es noch das sogenannte Ultrakurzzeitgedächtnis, welches halt Informationen nur für wenige Sekunden aufbewahrt. Dies zu den Grundlagen und gleich wird es spannender.

Aber!

Soweit so gut und doch will sich der Autor damit nicht ganz zufrieden geben, denn uns allen ist es schon einmal passiert, dass wir uns plötzlich an etwas erinnern, was uns vor Jahren passierte und eben jetzt kommt es von tief unten wieder hinauf. Zum Beispiel befinden wir uns urlaubend auf einer Alpenwiese und plötzlich erleben wir uns als Kind lachend oder weinend über eine ähnliche Wiese laufend. Hätte uns jemand eine Stunde vorher nach diesem alten Ereignis aus der eigenen Kindheit gefragt, dann hätten wir nichts antworten können, außer dass wir einmal ein Kind gewesen waren und als solches in einer Alpenregion in Urlaub. Das Seltsame an der Sache, innerhalb einer Stunde „spuckte“ nun unser Gedächtnis ganz andere Informationen heraus. Wir kann das sein?

Die These in Sachen Gedächtnis:

Alles ist „irgendwo“ abgespeichert

Also jede Sekunde und jede Millesekunde unseres Lebens. Und das eigentliche Mysterium lautet biologisch gesehen: Wo nur liegen all diese Informationen? Schaut man in die Welt der Computer, dann werden dort Informationen nicht nur auf einen Server verteilt, sondern auf weltweit verteilt auf viele davon Anders gesagt, es muss da noch andere Speicherorte für Informationen geben, solche die nicht in unserem Gehirn liegen, sondern irgendwie im Raum – und eben auf diese greifen wir in unerwarteten Momenten zu und dann liegt die gesamte Information von damals wieder vor uns.

Das klingt esoterisch?

Kann schon sein, nur ist er poetisch gemeint. Denn warum soll unser Selbst sich auf unseren Körper inklusive seines Gehirns beschränken? Poetisch gesehen, stehen wir im Verbund mit der Welt – also mit Bergen, Landschaften und vor allem mit anderen Menschen und Wesen und dies genauso wie ein moderner Server mit anderen Servern, die halt irgendwo auf Australien, den USA oder Japan stehen. Und jene Server fragt auch niemand, wie kann es sein, dass eine Information aus Deutschland auf euch liegen. Um zum Schluss zu kommen: Ja, Computer nähern sich auf seltsame Weise immer mehr dem an, was lebendige Wesen wie Menschen oder Tiere schon Millionen Jahre vormachen: Den gesamten Raum zu nutzen. Das ist doch was.

Und wer es komplizierter mag, der schaue Willemsen. Und nein, die ist kein Werbevideo für Opium

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