Hipster Kultur  Dreieck

Drei
ist
drei!

Und Kult ist Kult. Wir schauen trotzdem mal genauer hin.

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Das Hipster-Dreieck

War bei den Hippies das Peace-Zeichen „das“ Symbol der eigenen Kultur, so ist es beim Hipster das sogennannte Hipster-Dreieck. Sieht man es, dann erfasst es den Betrachter, indem es mystisch erscheint und zugleich in die eigene Zeit passend. Nur warum ist das so?

Na gut, die männlichen Hipster haben da noch den Bartwuchs oder die weiblichen den Hut. Daneben gibt es noch bei der Vintage-Fraktion den sogenannten Moustache. Aber wir wollen beim Dreieck bleiben, auch weil es am schwersten zu erklären ist und dies ist nun einmal eine Herausforderung.

Allgemeines zum Hipster Dreieck

Zuerst einmal: Das Hipster-Dreieck ist ein gleichseitiges. Daher sind all drei Kanten gleich lang und stehen damit im gleichen Winkel von sechzig Grad zueinander. Das alles ist also eine ziemlich perfekte Angelegenheit, was denn auch der Grund ist, warum mit dieser Dreiecksform eine saubere Parkettierung einer Ebene möglich ist. Das ist also schon einmal ziemlich perfekt. Vor allem begegnet uns seit geraumer Zeit jenes Hipster Dreieck an unterschiedlichsten Orten und Zusammenhängen: So ziert es Musikcover oder T-Shirts, Tassen und Jutebeutel. Daneben findet es sich auch als Tattoo auf der Hipsterhaut oder kommt darauf als Modeschmuck zum Einsatz.

Das Hipster-Dreieck und die Pyramide
Aber man kann es ja einmal mit einer anderen Deutung probieren, weshalb wir nun zur Pyramide schwenken, welche bekanntlich aus Dreiecksflächen besteht. Oftmals wurde diese in den vergangenen Jahrhunderten mit einem mittigen Dreieck dargestellt, welches, so liest man, die christliche Dreifaltigkeit sowie Gottes Wachsamkeit gegenüber uns Menschen symbolisiert. Das ist denn schon stärkerer Tobak und eben solchen liebten die sogenannten Freimaurer. Pauschal kann man deren Ideale durchaus mit jenen der Hipster vergleichen, beide Gruppen stehen in der Gesellschaft, halten sich aber insgeheim für etwas Besonderes. Dieses „Insgeheime“ ging denn bei den Freimaurern soweit, dass diese Ihre Freiheit sozusagen hinter „Mauern“ im Geheimen suchten.

Was das Hipster Dreieck mit Sylt zu tun hat.

So, und damit wir dann die eher planlosen Hipster nun doch nicht gänzlich mit den Freimaurern oder Illuminaten vergleichen und damit schwere kulturelle Geschütze auffahren würden, hier die andere Schlussfolgerung: Hipster bedienen sich deren Symbolen, so wie Hip-Hoper alte Venyl-Scheiben nutzten, es sind also Zitate, aber keine rein zufälligen. Bei den Hipstern sollen die Pyramiden also nur die geistige Ausrichtung andeuten, eine, die sich gerne dank mystischer Symbole von der Masse absetzt. Besagtes Dreieck und seine Konnotationen sind also eher ein modisches Accessoire mit abgeflachter Bedeutung.

Um es mit einem Beispiel ein wenig anders zu beschreiben: Eine Zeitlang war es in Mode, auf den Kofferraumabschluss seines gehobenen Mittelklassewagens mit einem dezenten Sylt-Aufkleber zu verziehen. Derart sollte verschiedene Zusammenhänge angedeutet werden, dass man die dortige Freiheit einer Insel liebte und sich dies eben auch leisten kann. Letztlich ging es darum, ein besserer und kultivierterer Mensch als die anderen Luftverpester auf Deutschlands Straßen zu sein.

Da die Hipster einer neuen Generation angehören, halt einer, welche sich ein Reetdachhaus auf Deutschlands teuerster Insel höchstens noch durch Erbschaft leisten können, muss also der Drang zum Besonderen noch etwas weiter mythisiert werden – und schon sind wir bei der Pyramide der alten Ägypter gelandet und damit nicht auf einer Insel für Wohlhabende. Aber wer weiß, vielleicht es doch schon die ersten Hipster auf Sylt?

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